Marienwerder - Stöcken - Ahlem

PEREGRINATIO 3

Sonntag, 8. Mai 2005, Tag der Befreiung
10.00 Uhr bis ca. 17.00 Uhr

Der stille Stadtspaziergang folgt Spuren der Erinnerung. Räumliche und akustische Zeichen, künstlerische Denkmale und rabbinische Gebete stehen im Zentrum des Nachdenkens sechzig Jahre nach der Befreiung.


„Auschwitz. Stimmen“
In der Friedhofskapelle des Waldfriedhofs Marienwerder klingen Stimmen. Zeugen und Angeklagte sprechen, Beteiligte am Auschwitz-Prozess, Opfer.
Ronald Steckel hat ihre Stimmen zum Hörstück verdichtet, hat Originalton-Mitschnitte aus den Verhandlungen vom 1. Frankfurter Auschwitz-Prozess 1963-1965 zu einer Collage zusammengefügt. Das Verfahren richtete sich gegen 22 ehemalige SS-Angehörige und einen Funktionshäftling. Es brachte die Lebens- und Todesumstände im Lager an die Öffentlichkeit.
Ronald Steckel, geboren 1945 auf Sylt, lebt als freier Schriftsteller, Komponist und Hörspielmacher in Berlin.

Rosebusch-Verlassenschaften
Der Weg führt dann zum Denkmal für das KZ-Außenlager Stöcken, das Hans-Jürgen Breuste geschaffen hat. Anschließend geht es in die beeindruckende Ausstellung „Rosebusch-Verlassenschaften“ von Almut und Hans-Jürgen Breuste. Sie verstehen sich als Sachensucher, die ordnen, dokumentieren, verwalten. Zwischen schweren Säulen der ehemaligen Kraftwerk-Turbinenhalle von PreussenElektra reihen sich Lazaretttragen, Transportlisten, Wagen mit Gummiteilen, mit Stoffballen, alles in ungezählten Mengen. Fotos von Zwangsarbeitern durchziehen die Halle. Räderwerk der Geschichte, der industriellen Produktion, der Vernichtung?

Sammelstelle Ahlem
Nach einer einfachen Pilgermahlzeit im Atelier geht es weiter zur Mahn- und Gedenkstätte Ahlem. Früher befand sich hier die Israelitische Gartenbauschule. Auf deren Gelände mussten sich 1941 bis 1944 die Menschen aus den Regierungsbezirken Hannover und Hildesheim einfinden, die von dort in die Konzentrationslager deportiert wurden. In der Justus-von-Liebig-Schule hat die Region Hannover 1987 eine Dokumentationsstätte eingerichtet.

Gott ist mein Hirte
Israel Temerson, Kantor der Liberalen Jüdischen Gemeinde in Hannover, beschließt den Weg mit rabbinischen Gesängen, Psalmen und Gebeten. Sie handeln von der Hoffnung auf Frieden und eine bessere und gerechtere Welt. Sie erzählen vom absoluten Vertrauen in Gott, seine Macht, seinen Segen, seine Lenkung.


Online Anmeldung unter: peregrinatio.hermannshof.de

Eintritt: Frei, Spende erbeten

Download: Wanderkarte, Infos zu Ablauf- und Logistik [ PDF | 450K ]

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Programm Archiv 2005

WAR REQUIEM
Niedersächsische Musiktage „Krieg und Frieden"

AGOTA KRISTOF
Porträt einer Dichterin

KÜNSTLERTAGE 2005
Raumgreifend

AFRICAN CHASE EXPERIENCE
Open Air: Trommeln und Trompeten

GIANLUIGI TROVESI UND GIANNI COSCIA
Masala Weltbeat-Festival – Dialog der Kulturen

MUSIK AUS 100 FENSTERN
Der Hermannshof auf dem Kirchentag

„DAS REALE BERÜHREN - FERN SEHEN“
Ausstellung von Uta-Dorothea Zimmermann

PEREGRINATIO
Pilgerwege zum Kirchentag

1. Mai / 10-18 Uhr
PEREGRINATIO 1
Mandelsloh - Kloster Mariensee - Neustadt

5. Mai / 10-17 Uhr
PEREGRINATIO 2
Ilten - Kronsberg - Hannover-Mittelfeld

8. Mai / 10-17 Uhr
PEREGRINATIO 3
Marienwerder - Stöcken - Ahlem

15. Mai / 10-18 Uhr
PEREGRINATIO 4
Barsinghausen - Deister Kammweg - Völksen

16. Mai / 10-17.30 Uhr
PEREGRINATIO 5
Springe - Saupark - Kloster Wülfinghausen - Wittenburg

22. Mai / 10-18 Uhr
PEREGRINATIO 6
Grasdorf - Wilkenburg - Ricklingen - Hannover

WÄHREND SUPERMANN...
Pop-Art-Lyrik und Cover-Musik

KONTRAPUNKTE
Installationen und Objekte von Martina Bothe und Angela Camara Correa

FILMTAGE HERMANNSHOF 2005
Geld oder Leben

LITERATUR AM KAMIN
Lesung mit Franziska Gerstenberg & Burkhard Spinnen


Programm Archiv