Podiumsdiskussion
LABORATORIEN 2018

Begegnungen und Gespräche zu aktuellen Themen unserer Zeit

LABORATORIEN 2018

Wissen & Unwissen

Das Motto der Laboratorien 2018 heißt „Lost in Realisation“ mit Inhalten aus der Philosophie, der Soziologie, der Kunst und Kulturpolitik. Mögliche ReferentInnen werden zeitnah benannt. Die öffentlichen Präsentationen werden dokumentiert.

Beherrscht uns Wissen oder Unwissen? Eine Frage, die während der letzten Jahre nicht nur an politischer Virulenz gewonnen hat. Sie zerfällt bei genauerem Hinsehen in viele Einzelfragen:

Was kann ich wissen? Was weiß ich tatsächlich? Was weiß ich nicht eigentlich glaube ich aber dennoch? Welche Wissensquellen habe ich? Nach welchen Kriterien beurteile ich die Glaubwürdigkeit einer Quelle? Was muss ich glauben, weil ich es nicht überprüfen, belegen, beweisen kann? Was bezweifeln? Gibt es verschiedene Grade der Gewissheit? Verschiedene Formen des Unwissens? Welchen Status haben Fake News und Alternative Facts?

Es diskutieren die Philosophin Eva-Maria Jung, der Kulturjournalist Wilfried Köpke, der Künstler Dirk Dietrich Hennig sowie der Künstler und Schrifsteller Jost Merscher mit den Gästen des Abends.

Kuratiert wird die Reihe von Jost Merscher.

Die Laboratorien Hermannshof sind ein einmaliges Format in Niedersachsen. Und „Site Specific“ auf dem Hermannshof beheimatet: Das Haus im Park ist der „Denk“ -Ort, der Park die Bühne für Open-Air-Präsentationen, das Gästehaus gibt - Generationenübergreifend - die Herberge für Referentinnen, Künstler, Musiker und wache Zeitgeister.

Eintritt: frei, Spende ebeten

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Feedbacks aus den Laboratorien 2017

„Hallo an alle, nochmals besten Dank an Jost und Eckhart für die Einladung von Attac. Die Gespräche habe ich sehr genossen, da oft in der politischen Arbeit Grundsatzdiskussionen zu kurz kommen. Die Verbindung zwischen Kunst und Politik hat sich durch das „Tante Trottoir-Projekt“ von Lena und die spätabendliche Diskussion zur documenta 14 - da war nur noch der kleine Kreis da - nochmals neu als Frage und Anregung gestellt.“  ( Thomas Duermeier, Attac-Aktivist)

„Ihr lieben Menschen, mehr oder weniger hinein geplumst …Kloß im Bauch… Keine Ahnung…Auf was haste dich bloß wieder eingelassen…Das Laub im Garten muss weg…Und dann ist die Zeit geflogen…Ich fühl mich beschenkt, bereichert, leicht… Ich hab mich zu bedanken, für eure Worte, Fragen, Gedanken, das leckere Essen, die Freiheit…. die geteilte Zeit. Was für ein Reichtum.“     (Heike Steinhof-Eggen, Pastorin / Krankenhausseelsorge)

„Liebe Alle. Auch von mir ein herzliches Dankeschön in die Runde. Ich bin ganz glücklich, mit Euch den Tag voller Gespräch und Anregung erlebt zu haben- und noch dazu so wunderbar verköstigt zu werden vom wirbelnden Eckhart! Während der Nachgespräche zur Diskussion wurde mir nochmal eindrücklich klar, dass man- wenn man sich einem Thema wie z.B. sozialer Gerechtigkeit widmen und es auch in streitbaren Situationen vertreten möchte, Wissen einfach DAS Mittel der Wahl ist. Abgesehen von einer Gesprächskultur, in der der andere gehört wird und nicht "übergebügelt". Hiervon werde ich mir eine große Scheibe abschneiden.“ (Lena Kussmann, Schauspiel/Intendanz Theater an der Glocksee)

„Vom 6. bis zum 10. Juni hatten wir, die Studenten vom Seminar "Figur, Raum, Illusion", die Möglichkeit uns innerhalb dieser Themenstellung auszuprobieren, theoretisch und praktisch neue Perspektiven kennen zu lernen die unseren Horizont erweitern konnten.
Hiermit möchte ich mich noch einmal herzlich bedanken für die wunderbare Zeit auf dem Hermannshof und ganz besonders für Deine Fürsorge. Diese Fürsorge und die Mußezeit in dieser schönen Umgebung, die Zeit für Gespräche, das ausprobieren von entstandenen Ideen, das verwerfen und neu anfangen hat mir geholfen eine Möglichkeit zu finden das künstlerisch umzusetzen was mir persönlich wichtig ist. Die Art Bewegung (in diesem Fall TaiChiChuan) im Raum auf eine zweidimensionale Fläche zu bringen will und werde ich weiterverfolgen. Das war für mich eine ganz wichtige Erfahrung die noch lange nachwirken wird. Dafür möchte ich Dir meinen Dank schicken.“               (Simone)

„Zum Feedback der Exkursion ist zu sagen, dass es für mich - und ich glaube da kann ich fast ausnahmslos für alle die dabei wahren sprechen - eine wirklich sehr geniale Zeit war! Ich bin sehr dankbar für die Möglichkeit, mich so intensiv mit meiner künstlerischen Arbeit auseinandergesetzt haben zu können. Im alltäglichen Unistress ist das nicht, oder nur sehr begrenzt möglich, da sowohl Zeit als auch Raum fehlen.
    Ich habe den Hermannshof als Ort der Entfaltung aber eben auch der Widerstände und Kontroversen erlebt, welche mit der intensiven Raumerfahrung dort maßgeblich zusammenhängen. Die Tatsache, aus seiner normierten alltäglichen Umgebung innerhalb eines Urbanen Kontextes wirklich herausgerissen zu sein ist ein unglaublich spannender Aspekt, welcher sich in ausnahmslos allen in der Woche entstandenen Arbeiten widergespiegelt hat. Für mich persönlich war es Scheitern und Neuanfang, (Lern)Prozess und Meditation, so wie Konflikt und Lösung in einem.
    Das alles war nur möglich, da ich mir die Zeit und den Raum dazu nehmen konnte, und du Ekki dich so um uns gekümmert, uns bekocht und für eine Atmosphäre gesorgt hast, in der sich alle wohl gefühlt haben! Danke!“ (Lukas)



Förderer:

Stiftung Kulturregion Hannover Stiftung Niedersachsen