Konzert
Steamboat Switzerland

Konzert im Kultursommer

Steamboat Switzerland

Das «Hammond Avantcore Trio» ist ein internationales Highlight im Kultursommer 2022. Die Besetzung scheint beim schnellen Lesen traditionell: Hammond-Orgel, Bass, Gitarre, Elektronik, Schlagzeug, Perkussion. Die Musik dagegen ist mit eigens für das Trio geschriebenen Kompositionen das krasse Gegenteil.

Die Gruppe kombiniert wild und absolut virtuos Elemente der Rock, Metal- und Hardcore-Tradition mit zeitgenössischen Partituren. Die Klänge changieren zwischen «Dark Power Ambient» und «Boulez On The Rocks».

Für ihre Live-Auftritte hat Steamboat Switzerland eine ganz eigene Form und Dramaturgie entwickelt. Die Konzerte dauern etwa eine Stunde, gespielt wird ohne Unterbrechung, ohne Atem holen. In dieses rund 60-minütige Klangband sind mehrere Stücke eingewoben, komponierte Werke wechseln sich dabei ab mit Improvisationen. Vor dem Konzert wird einzig abgemacht, welche Partituren auf dem Notenständer stehen, über die Reihenfolge der Stücke wird spontan während des Liveacts entschieden. Jeder der drei Musiker kann per Handzeichen, Kopfnicken, Augenblinzeln oder mit einem akustischen Zeichen seinen Kollegen mitteilen, dass er mit einem anderen Stück fortfahren möchte. Diese Wechsel spielen sich oft in schneller Folge ab. Die Musiker müssen ständig hochkonzentriert und hellwach sein. Ein großes Gaudi – Pannen inklusive.

Das Trio stand schon auf Programmzetteln so unterschiedlicher Veranstaltungen wie den Donaueschinger Musiktagen, dem Jazz-Festival Moers und dem Londoner Meltdown-Festival, dem Luzern-Festival und der Berliner Festspiele. Jetzt im Kultursommer der Region Hannover!

Corona bedingt gibt es keine Einschränkungen. Der Pleasure-Ground vor Terrasse des grünen Hauses hat Platz für 150 BesucherInnen mit genügend großem Abstand zueinander. Es gelten die zu diesem Zeitpunkt bestehenden Corona-Regeln.

Eintritt: 15,-

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Dominik Blum, Jahrgang 1964 ist Pianist und Organist. Er studierte in Bern und Zürich Klavier sowie Chor- und Ensembleleitung. Ergänzend besuchte er Dirigierkurse bei Kirk Trevor und Tsung Yeh sowie Interpretationskurse bei Karlheinz Stockhausen und György Kurtág. Er tritt im Duo u. a. mit dem Saxophonisten Raphael Camenisch, der Pianistin Tamriko Kordzaia und dem Schlagzeuger Peter Conradin Zumthor auf.

Marino Pliakas, Jahgang 1964 ist Gitarrist und Bassist. Er studierte am Zürcher Konservatorium klassische Gitarre. Mit Peter Brötzmann und Michael Wertmüller bildet er das Trio Full Blast. Er unterrichtet an der Pädagogischen Hochschule in Zürich.

Lucas Niggli, Jahrgang 1968, ist Schlagzeuger. Er ist im Grenzbereich von neuer Musik, Jazz, Rock und Improvisation tätig. Weltweite Konzertreisen, u .a. mit seiner Gruppe Zoom, führten ihn zu zahlreichen Festivals und brachten ihn mit so unterschiedlichen Künstlern wie Tim Berne, John Cale, Sylvie Courvoisier, Fred Frith, Barry Guy oder Erika Stucky zusammen. Zehn CDs unter eigenem Namen dokumentieren das Schaffen von Lucas Niggli, der an den Hochschulen in Zürich und Luzern unterrichtet.

 

 

Förderer:

Region Hannover Stiftung Kulturregion Hannover