Literatur
Rabenmütter, Vaterwunden und Geschwisterliebe

Literaturfest Niedersachsen

Rabenmütter, Vaterwunden und Geschwisterliebe

Leseparcours

Manche Beziehungen begleiten uns von Kindesbeinen an und prägen unser ganzes Leben. Auf dem Hermannshof in Völksen laden sechs Autorinnen und Autoren zu einem Leseparcours ein, der sich um eine ganz besondere Bande dreht: die der Familie.

ens Eisel, Stefan Etgeton, Paula Fürstenberg, Christopher Kloeble, Nele Pollatschek und Nadja Schlüter erzählen vom Schicksalsschlag, eine Familie zu haben, von der engen Verbundenheit zwischen Geschwistern, von geteilten Kindheitserinnerungen und Tragödien, die das Leben ganzer Generationen überschatten. An drei Stationen lesen die Schriftsteller je 20 Minuten aus ihren Familien-Werken. Dazwischen besteht die Möglichkeit, das malerische Anwesen mit seinem weitläufigen Park zu erkunden.

Mit der Lesung endet für die Schriftsteller eine dreitägige Literaturwerkstatt auf dem Hermannshof.

Der Leseparcours findet im Rahmen des Literaturfestes Niedersachsen der VGH-Stiftung statt in Kooperation mit der VGH Regionaldirektion Hameln.

Karten: 15,- / 10,- erm. inkl. aller Gebühren unter www.literaturfest-niedersachsen.de

Stefan Etgetonm / Foto: Christoph Mukherjee
Stefan Etgetonm / Foto: Christoph Mukherjee
Paula Fürstenberg / Foto: Joachim Gern
Paula Fürstenberg / Foto: Joachim Gern
Nele Pollatschek / Foto: Martin Phox
Nele Pollatschek / Foto: Martin Phox

Jens Eisel lebt in Hamburg. Nach einer Schlosserausbildung studierte er am Deutschen Literaturinstitut in Leipzig und war 2013 Finalist beim Literaturpreis Prenzlauer Berg. 2014 erschien sein Kurzgeschichten-Band „Hafenlichter“. „Bevor es hell wird“ ist sein erster Roman.

Stefan Etgeton studierte Volkswirtschaftslehre in Köln, Warschau, Utrecht und Berlin. Beim MDR-Literaturwettbewerb 2014 gewann er den Jury- und den Publikumspreis und bei der Wuppertaler Literatur Biennale 2016 erhielt er den Hauptpreis. Mit „Das Glück meines Bruders“ erschien 2017 sein zweiter Roman.

Paula Fürstenberg studierte am Schweizerischen Literaturinstitut in Biel. Ausgezeichnet wurde sie u.a. mit dem Hattinger Förderpreis für Junge Literatur; 2014 war sie Stipendiatin der Autorenwerkstatt am Literarischen Colloquium Berlin. Mit „Familie der geflügelten Tiger“ erschien 2016 ihr Debütroman.

Christopher Kloeble studierte am Deutschen Literaturinstitut Leipzig. Er erhielt zahlreiche Stipendien und Auszeichnungen, unter anderem den Literaturpreis der Jürgen Ponto-Stiftung für das beste Romandebüt. Er war Gastprofessor in Cambridge sowie an diversen Universitäten in den USA. 2016 veröffentlichte er sein Familienepos „Die unsterbliche Familie Salz“.

Nele Pollatschek studierte Englische Literatur und Philosophie in Heidelberg, Cambridge und Oxford. Sie arbeitet als Dozentin und promoviert gerade über das „Problem des Bösen in der Literatur“. Ihr Debüt „Das Unglück anderer Leute“ wurde mit dem Friedrich-Hölderlin-Förderpreis 2017 ausgezeichnet.

Nadja Schlüter hat an der Universität Bonn Komparatistik studiert. Sie lebt als Autorin und Journalistin in München und schreibt für „jetzt“, das junge Magazin der Süddeutschen Zeitung. Mit „Einer hätte gereicht“ erschien 2017 ihr Prosadebüt.



Förderer:

VGH Stiftung