Chronik

Vom Sommersitz zum Kulturdenkmal

Das Wetter wird voraussichtlich gut: Für die nächste Veranstaltung gibt es Schönwetter-Plätze.   » Infos

Der Pavillon stand zuerst. 1917 war das. Nach langem Dornröschenschlaf verkam er zum Viehfutter-Unterstand, bis Prinz Eckhart und seine Freunde die Sache in die Hand nahmen.

Das  heutige Kulturdenkmal Hermannshof darf man sich als Abenteuer-Spielplatz für Künstlerfreunde vorstellen. Oder als Einsatzort für Sisyphos. Als Ausbildungsplatz für Landschaftsgärtner und Studienobjekt für Landschaftsarchitekten.

Lageplan 1931Pavillon im DornröschenschlafPavillon Wiederbelebung 1989
Lageplan 1931
Pavillon im Dornröschenschlaf
Pavillon Wiederbelebung 1989

Zeittafel

1916Der Hannoveraner Möbelfabrikant Hermann Rexhausen beschließt den Bau eines Sommersitzes für sich und seine Familie in Völksen. Er kauft ein fünf Hektar großes Grundstück an der „Röse” inklusive zweier aufgelassener Kalksandsteinbrüche.
1917Die Gartenanlage wird angelegt und der Teepavillon eingeweiht.
1920Hermannshof-Weihe. Das Haupthaus wird bezogen.
1923Hermann Rexhausen stirbt durch einen Herzinfarkt im Alter von 47 Jahren. Seine Witwe Hertha führt das Haus als Mädchenpensionat weiter.
1929Nach dem frühen Tod ihrer Tochter Hanna verkauft Hertha Rexhausen den Hermannshof an Adolf Hofmann und seine Geschwister aus Hannover.
1973Günter Liss, Pastor in Springe, und seine Schwester Ellen Berg, Frankfurt, erben den Besitz.
1980Nach dem Tod von Günter Liss zieht seine Witwe Annemarie aus dem Springer Pfarrhaus nach Völksen auf den Hermannshof.
1988Ihr Sohn Eckhart, Musiker und Bildhauer in Berlin, entdeckt das verwahrloste Grundstück als Basis für eine Bildhauerwerkstatt, die ihre Arbeit 1989 aufnimmt.
1991Er initiiert die ersten „Künstlertage” mit Kunst und neuer Musik im Park, die seither jedes Jahr im August stattfinden.
1992Der Verein „Kunst und Begegnung Hermannshof” wird gegründet.
2001–2003Eckhart Liss nimmt teil am Förder- und Qualifizierungsprogramm für Kulturmanager „Kultur im ländlichen Raum” der Landesarbeitsgemeinschaft Soziokultur Niedersachsen. Er wird Geschäftsführer des Vereins Kunst und Begegnung.
2006Die Landschaftsarchitektin Rita Weilacher erstellt einen über drei Jahre konzipierten Gesamtentwicklungsplans landschaftsgestalterischer Maßnahmen für die Parkanlage, der sukkzessive umgesetzt wird.
2007Der Hermannshof wird Niedersächsisches Kulturdenkmal.
2009Der Eingang in den Park wird neu gestaltet und mit Mauern aus Kalkstein markiert.
2011Annemarie Liss zieht nach Hannover. Ihre Wohnung wird renoviert und für Gäste bereitgestellt.