Der Verein

Kunst und Begegnung als Programm

Zum Tod von Martin Beyersdorf

Er war mehr als nur Vorsitzender für den Verein Kunst und Begegnung Hermannshof.  Martin Beyersdorf war Vordenker, Stratege, Kommunikator, Krisen-Manager, vor allem auch Mentor für den künstlerischen Leiter Eckhart Liss. Als er im Jahr 2000 den Vorstand im Verein übernahm, war er schon vier Jahre Geschäftsführer der Zentralen Erwachsenenbildung der Leibniz-Universität. Seine Position öffnete Türen zu Kultur und Bildung, zu Wissenschaft und Kunst. Mit Weitblick und Verantwortung lenkte er 20 Jahre die Geschicke des Vereins, war 2003 "stützende Wand" im Hintergrund bei dem Bau vom Haus im Park. Es ging hoch her, als die zweite Bauphase vor der ersten abgerechnet werden musste. Er scheute nicht den Mut zur Lücke mit seinem Weg zur Bank für eine Vereinsbürgschaft, als das Geld knapp wurde. Wenn Inhalte aus dem Ruder zu laufen schienen, ordnete er klug Zusammenhänge; wenn Worte fehlten, fand er schlaue Formulierungen bei Anträgen. Das Schöngeistige beglückte ihn. Der Hermannshof war genau der richtige Ort für seine Lust an der Kunst und der Begegnung. Seit einem Jahr war er - nach schwierigen beruflichen Jahren - im ersehnten Ruhestand, wollte mehr denn je im Verein und in Springe aktiv mitwirken. Am 2. November verstarb Martin Beyersdorf im Hospiz in Bad Pyrmont. Mit all dem Schönen und Inspirierenden, das so viele Leute von dort mitgenommen und weitergetragen haben, hat er ein wunderbares und zukunftsgewandtes Denkmal gesetzt. Mit seinem Tod verliert der Verein einen langjährigen Weggefährten und Freund, das Dorf Völksen, die Stadt und Region einen Menschen mit großem, außerordentlichem bürgerschaftlichem Engagement. Er hinterlässt seine Frau und zwei Kinder. Unsere Gedanken sind auch bei seiner Familie.

 

Kunst und Künstlern ein Forum zu bieten und gute Arbeitsbedingungen zu schaffen ist Vereinszweck Nummer eins. Kunst und Künstler den Gästen nahe zu bringen ist Vereinszweck Nummer zwei. So erklärt sich der Vereinsname: „Kunst und Begegnung“.
 

Sechs Freunde und eine Freundin gründeten den Verein im Jahr 1992, als klar wurde, dass die Gemeinnützigkeit Voraussetzung für kontinuierliche und ambitionierte Kulturarbeit ist. Inzwischen hat der Verein eine deutlich höhere Frauenquote und sich auch sonst prächtig entwickelt. Als ordentlicher Verein hat er eine Satzung und einen Vorstand.

Der Verein ist Mitglied in der Landesarbeitsgemeinschaft Soziokultur Niedersachen, kurz LAGS genannt.

 

 

August 1992: die Unterschrift auf dem Rücken des Rechtsanwalts
August 1992: die Unterschrift auf dem Rücken des Rechtsanwalts